Vorteile der Nutzung analoger Tools im Computerzeitalter


Sind analoge Tools in unserer Zeit schneller technologischer Fortschritte weiterhin von Bedeutung?

Es ist eine Frage, die wir uns selbst stellen, wenn Software-Upgrades wöchentlich stattfinden und Sie sich unwohl fühlen, wenn Sie Ihr Handy einmal vergessen. Doch bevor Sie analoge Tools, wie Notizbüchern und Whiteboards, als überholt abstempeln, sehen Sie sich zuerst die neuesten Studien an.

Immer mehr Studien zeigen, dass die Kombination aus Online- und Offline-Tools das Lernen, das Erinnerungsvermögen und die Zusammenarbeit steigern können. Eine kürzliche, landesweite Studie von Studenten im Rahmen der ECAR ist das ideale Beispiel dafür, da 58 Prozent der Studenten angaben, dass sie in einer Umgebung mit gemischten Lernmitteln aus digitalen und analogen Tools mehr lernen.

Warum ist die Mischung aus beiden Tools so wirksam? Wenn es um analoge Tools geht, ist die Merkfähigkeit ausschlaggebend. Wissenschaftler haben, basierend auf kognitiver Kartierung, festgestellt, dass der einfache Vorgang des Schreibens und Verfassens von Notizen dabei behilflich ist, Wissen wieder abrufen zu können. Die linke Gehirnhälfte ist beim Schreiben besonders aktiv und sie entlastet unsere kreative rechte Gehirnhälfte, sodass sie ihrer vollen Kraft freien Lauf lassen kann. Maud Purcell,  Psychotherapeut und Experte auf dem Gebiet des Journalings, erklärte Fast Company: „Das Schreiben entfernt mentale Blockaden und erlaubt  uns, einen größeren Teil unseres Intellekts einzusetzen, um uns und unser Umfeld besser verstehen zu können“.

Diese Erkenntnisse erklären den Aufstieg von analogen Tools, wie Journale und Whiteboards. Die Verfasser des Bullet Journal behaupten, dass Technologie Menschen dabei behilflich ist, sich mit anderen Menschen zu verbinden, und dass man jedoch, um sich mit sich selbst zu verbinden, nur einen Stift und ein Notizbuch braucht und einfach nur damit beginnen muss, zu schreiben. Was die Verfasser des Bullet nicht jedoch nicht berücksichtigten, sind die sozialen, teambildenden Vorteile, die analoge Tools mit sich bringen. Insbesondere Whiteboards. Wie gut helfen uns also analoge Tools, uns mit anderen Menschen zu verbinden?

Sie eignen sich einfach großartig. Mit Whiteboard-Oberflächen hat man die Möglichkeit, sich in einem Raum zu treffen und Ideen visuell zu durchdenken. Diese aktive Entwicklung und Überarbeitung von Ideen, in Echtzeit und vor Ort, bietet eine Verbindung, die sich von den meisten digitalen Lösungen unterscheidet. Ideen bleiben außerdem besser hängen, wenn sie visuell unterstrichen werden. Den Beweis hierfür gibt eine aktuelle Studie der University of Wisconsin, die zeigt, dass visuelle Tools das Lernen um bis zu 200 Prozent verbessern können.

Klassenzimmer mit verstellbaren Arbeitsbereichen für Schüler/Studenten und großen Whiteboard-Schreiboberflächen

Es besteht natürlich kein Bedarf, digitale Tools gegen analoge Methoden auszutauschen. Das Geheimnis liegt in der Mischung. Erkenntnisse des Center for Digital Education zeigen, dass 73 Prozent der Pädagogen, die eine Mischung aus Online- und Offline-Tools einsetzen, einen Anstieg in der Schülerbeteiligung verzeichnen können.

Fazit? Selbst mit der hohen Anzahl an Möglichkeiten, wie Technologie unsere Leben beeinflusst, bleibt diese Tatsache bestehen: Wenn Menschen ihre Gedanken und Ideen physisch ausdrücken, verbindet sich das Gehirn auf eine Art und Weise, die mehr Potenzial für Ideen, Lösungen logisches Denken freisetzt.

In geschäftlichen und pädagogischen Umgebungen ist eine Kombination aus beiden Elementen der Weg zum Erfolg. Wenn Sie das Beste aus Menschen herausholen wollen, besteht immer eine Möglichkeit, einen gemeinsamen Nenner zu finden.