Der Wert der Schrift im digitalen Zeitalter


Es hat etwas Magisches an sich, mit einem Stift auf Papier zu schreiben. Das Schreiben scheint Verbindungen zu ermöglichen, Kreativität freizusetzen und Zusammenarbeit zu fördern. Diese Vorteile bietet das Tippen auf digitalen Geräten selbst mitten im Zeitalter der technologischen Revolution nicht, in dem wir uns befinden. Möglicherweise liegt das daran, dass Schreiben das Lernen und Erinnerungsvermögen fördert, unsere Laune verbessern kann und den Aufbau neuer Netzwerke in unserem Gehirn fördert, darunter das retikuläre Aktivierungssystem (RAS), das Informationen filtert und die Aufmerksamkeit auf die wichtigsten Aspekte lenkt. Dies sind Vorteile, die das Schreiben erwiesenermaßen bietet, das Tippen hingegen nicht.

Ein Mann, der auf einem Whiteboard eine Auflistung niederschreibt

In unserer von Smartphones, Tablets und Laptops dominierten Welt werden weiterhin immer mehr Notizbücher gekauft. Der beliebte Hersteller Moleskine aus Mailand konnte im Jahr 2016 ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich erreichen. Doch warum sind Schreiboberflächen im digitalen Zeitalter weiterhin so gefragt?

PolyVision hat mit Bill Livengood, Director of Surface Sales bei PolyVision, gesprochen, um mehr über den besonderen Wert der Schreiboberflächen zu erfahren.

PolyVision: Warum ist das Schreiben im digitalen Zeitalter weiterhin so wichtig?

Bill Livengood: Das Schreiben stimuliert das Gehirn und das ist sehr wichtig. Verhaltensstudien zeigen, dass das Schreiben (das Formen von Wörtern und Bildern) auf vielfältige Art und Weise das Denken und die Sinne fördert. Dies ist durch das Tippen auf einer Tastatur oder einem elektronischen Gerät nicht möglich. Schreiben fördert die Kreativität und das Erinnerungsvermögen. Dabei geht es nicht darum, sich zwischen digital und analog zu entscheiden. Es ist vielmehr die Kombination aus beiden, die ein effektives Lernen und eine effiziente Zusammenarbeit ermöglicht.

PolyVision: Glauben Sie, dass die steigenden Verkaufszahlen von Notizbüchern auf die Förderung der Kreativität und des Erinnerungsvermögens zurückzuführen sind? Was meinen Sie, warum Millennials und die Generation Z immer mehr zu Stift und Papier zurückkehren?

Bill Livengood: Das ist vollkommen richtig! Millennials und die Generation Z treiben diesen Trend voran. Dies mag verblüffend sein, da sie ja im digitalen Zeitalter aufgewachsen sind. Allerdings hat es etwas Befriedigendes für diese Personen, zu einem Meeting zu gehen und Notizen zu machen oder eine To-do-Liste anzufertigen und die erledigten Aufgaben durchzustreichen. Der Austausch von Gedanken und Ideen auf einem Whiteboard während einer Unterrichtseinheit oder einer Teamarbeit bietet ein Erlebnis, das Technologie nicht ermöglichen kann. Dies ist der Grund für die vielen Whiteboards in Klassenzimmern, Konferenz- und Besprechungsräumen weltweit.

Drei Schüler, die in einem Aufenthaltsbereich zusammenarbeiten, dabei Geräte nutzen und auf ein Whiteboard schreiben

PolyVision: Die meisten Menschen denken bei vertikalen Schreiboberflächen sofort an Whiteboards. Was ist der Grund dafür und welche anderen Arten von Schreiboberflächen gibt es?

Bill Livengood: Whiteboards sind ein zentraler Bestandteil unserer frühesten Lernerfahrungen. Whiteboards werden in den meisten Klassenzimmern genutzt, ob im Kindergarten, in der Grundschule, weiterführenden Schulen, Universitäten oder in Konferenz- und Schulungsräumen. Obwohl einige Lehrer immer noch auf Kreidetafeln schreiben, werden dennoch in den meisten Klassenzimmern Whiteboards genutzt, um Wissen zu vermitteln.

„Whiteboard“ ist ein Oberbegriff, hinter dem sich, wie bei den meisten anderen Produkten auch, zahlreiche Optionen verbergen. Die gängigsten Whiteboards bestehen aus Glas, lackiertem Stahl, Melamin und CeramicSteel.

PolyVision: Auf welche Merkmale sollte man bei der Auswahl einer Schreiboberfläche besonders achten?

Bill Livengood: Es gibt zahlreiche Faktoren, die beachtet werden sollten. Ich möchte auf die acht wichtigsten näher eingehen.

  1. Langlebigkeit: die Fähigkeit, langfristig einer hohen Beanspruchung standzuhalten und die Resistenz gegen Abnutzung, Risse und Kratzer.
  2. Lesbarkeit: Ein Leser muss in der Lage sein, die auf die Oberfläche geschriebenen Informationen mühelos zu lesen.
  3. Beschreibbarkeit: Ein Marker sollte mühelos über die Oberfläche gleiten.
  4. Löschbarkeit: Die Schrift muss mühelos von der Oberfläche abgewischt werden können.
  5. Magnetismus: Es sollten Magnete auf der Oberfläche angebracht werden können.
  6. Projektion: die Fähigkeit, Bilder auf die Oberfläche zu projizieren.
  7. Nutzen: Das Produkt sollte dem Nutzer langfristig einen hohen Nutzen bieten.
  8. Umweltfreundlichkeit: Das Produkt sollte sicher hergestellt und genutzt, recycelt oder entsorgt werden können, ohne die Umwelt unnötig zu belasten.

Eine Vergleichstabelle, die verschiedene Schreiboberflächen mit e3 CeramicSteel von PolyVision vergleicht

PolyVision: Lassen Sie uns bitte näher auf die Lesbarkeit eingehen. Welche Bedeutung hat die Lesbarkeit für den Lernprozess und die Zusammenarbeit?

Bill Livengood: Die Lesbarkeit ist einer der wichtigsten Faktoren, den man bei der Auswahl einer Schreiboberfläche beachten muss. Einige Whiteboards bieten eine bessere Lesbarkeit als andere. Sehen Sie sich nur einmal beispielsweise die beiden Bilder unten an. Auf diesen wurden dieselben Inhalte auf verschiedene Oberflächen geschrieben. Das linke Bild zeigt ein Whiteboard aus CeramicSteel. Auf dem rechten Bild ist ein Whiteboard aus Glas dargestellt. Sehen Sie den Unterschied?

Direkter Vergleich von Schrift auf PolyVisions e3 CeramicSteel und einem Whiteboard aus Glas

Der Text auf dem Board aus Glas lässt sich nicht so gut lesen. Die Lichtdurchlässigkeit der Oberfläche führt zu Spiegelungen und Blendung, die ablenkt und möglicherweise die Augen anstrengt. Jetzt sehen Sie sich einmal zum Vergleich das linke Bild an. Die Schrift auf der Oberfläche aus CeramicSteel ist viel einfacher zu lesen. Außerdem kann sich der Leser im Gegensatz zu der glänzenden und reflektierenden Oberfläche aus Glas viel einfacher auf die Inhalte konzentrieren.

Stellen Sie sich jetzt einmal einen Schüler in einem Klassenzimmer oder ein Mitglied einer Arbeitsgruppe vor, die bei einem den ganzen Tag dauernden Meeting Ideen austauscht. Auf welche Oberfläche würden Sie über einen langen Zeitraum lieber gucken?

PolyVision: Welche ist aus Ihrer Sicht die beste Schreiboberfläche und was sind die Gründe?

Bill Livengood: Diese Entscheidung hängt ganz vom Nutzer ab. Falls die zuvor genannten Faktoren für den Nutzer am wichtigsten sind, ist CeramicSteel offensichtlich die beste Wahl. Ja, das ist meine persönliche Meinung, aber die Forschung gibt mir Recht. Wenn man die lebenslange Garantie, die Funktionalität und die bereits genannten Faktoren berücksichtigt, ist CeramicSteel definitiv die beste Schreiboberfläche, die es heute auf dem Markt gibt.

PolyVision: Vielen Dank für die Einblicke, Bill!

Bill Livengood: Gern geschehen!

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